Afrika

Afrika ist ein Kontinent der Gegensätze. Das gilt auch für Afrika kulinarisch. ‚DIE‘ afrikanische Küche gibt es nicht. Grund dafür sind die unzähligen ethnischen Gruppen, die auf dem Schwarzen Kontinent zuhause sind. Afrika kulinarisch – das ist die große Unbekannte in der Küche. Das bezieht sich nicht nur auf den Inhalt der Töpfe, sondern auch auf Essgewohnheiten und Zubereitung der verschiedenen Gerichte. Der Schwarze Kontinent bietet mit seinen 55 Ländern und den jeweiligen Küchen eine erstaunliche kulinarische Vielfalt. Betrachtet man die Esskulturen Afrikas und ihre gravierenden Unterschiede im Überblick, dann lassen sie sich geographisch ganz grob in drei größere Bereiche gliedern: Nordafrika, den Mittelteil mit West-, Zentral- und Ostafrika sowie Südafrika.

Afrika kulinarisch – Der Norden

In den Ländern Nordafrikas ist eindeutig der arabische Einfluss in der Küche dominierend. Bedingt durch die geografische Lage am Mittelmeer wird in manchen Ländern auch mediterran gekocht. In den Gerichten werden gerne und reichlich die verschiedensten Gewürze verwendet wie beispielsweise Cumin oder Kreuzkümmel. Beim Fleisch werden hauptsächlich Lamm oder Schaf verwendet, an den Küsten natürlich auch Fisch und Meeresfrüchte. Neben verschiedenen Weizenprodukten wie Couscous in Marokko wird häufig auch Fladenbrot serviert. Es dient meistens gleichzeitig auch als Besteck. Man sieht: Afrika kulinarisch beschränkt sich nicht nur auf die schmackhaften Gerichte.

Afrika kulinarisch – Die ‚Mitte‘

Grundsätzlich ist die Küche dieser Region schlicht und einfach. Das ‚täglich Brot‘ im mittleren Teil des Schwarzen Kontinents besteht nicht aus Getreide. Traditionell gibt es täglich eine Art Brei, der aus unterschiedlichen Zutaten hergestellt werden kann. Je nach Land wird er mal aus Maniok hergestellt, mal aus Kochbananen, Mais, Hirse oder Yams. Da diese Arten sehr stärkehaltig und damit sättigend sind, ist der Brei meistens der Hauptbestandteil einer Mahlzeit. Sie zählen damit zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln, ebenso wie Kürbis oder Süßkartoffeln. Da aber gerade in dieser Region die Armut der Bevölkerung sehr groß ist, sind diese Gemüse oft auch das einzige, was auf den Tisch kommt. Fleisch ist für viele unerschwinglich, ein wenig getrockneter Fisch muss es auch tun.

Afrika kulinarisch – Der Süden

Im Süden des Kontinents ist der Einfluss der verschiedenen Einwanderer in der Küche ganz besonders präsent. So haben Buren, Malaien, Inder, aber auch Deutsche die südafrikanische Küche stark geprägt. Dort findet man Fleisch von Kudu, Springbock oder Strauß auf dem Teller und exzellente Fischgerichte. ‚Braai‘ beispielsweise gehört zur Esskultur Südafrikas wie der Deckel zum Topf und bedeutet soviel wie Barbebcue oder Grillen. Doch für die Südafrikaner ist es so etwas wie ein Volkssport geworden, dem sogar ein eigener Ehrentag im Kalender gewidmet wurde.

Afrika kulinarisch – Am eigenen Herd

Während sich die asiatische Küche mittlerweile bei uns seit vielen Jahren ihren festen Platz in der Gastronomie und auch am heimischen Herd erobert hat, ist die afrikanische Küche bis jetzt noch ein Exot geblieben. Afrika kulinarisch ist so etwas wie terra incognita – unbekanntes Land. Wer kennt schon Injera, Ugali oder Bobotie? Vielleicht liegt es auch daran, dass mancherlei Zutaten für afrikanische Gerichte bei uns gar nicht oder nur schwer zu bekommen sind. Betrachtet man dagegen wieder die asiatische Küche, so sind deren Zutaten heute in unzähligen Asia-Shops zu bekommen oder in gut sortierten Supermärkten. Dabei lohnt es sich durchaus, einmal in der eigenen Küche zuhause auf kulinarische Entdeckungsreisen zu gehen und neue Gaumenfreuden zu genießen. Und mit ein wenig Phantasie lassen sich nicht erhältliche Zutaten häufig auch durch alternative Produkte ersetzen.

Afrika – Essgewohnheiten & Esskultur

Während bei uns in Europa am Tisch jeder seinen eigenen Teller und sein eigenes Besteck hat, ist dies in Afrika häufig nicht der Fall. Alle essen gemeinsam aus den am Tisch stehenden Schüsseln und zwar mit den Fingern der rechten Hand. Hier sitzen die Menschen auch nicht mutterseelenallein beim Essen, sondern – wann immer möglich – versammelt sich die ganze Familie zu den Mahlzeiten um den Tisch. Dies gilt natürlich in erster Linie für die auf dem Land lebenden Menschen, in Großstädten sieht es wieder anders aus.

Zum Schluss

In verschiedenen Beiträgen werde ich Sie hier künftig informieren über die Kulinarik der verschiedenen afrikanischen Länder.  Und sicherlich wird auch das eine oder andere Rezept dann zu finden sein.

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