typische Hochhausarchitektur im Jemen
Typische Hochhausarchitektur im Jemen

Dieser Bericht über einen Ausflug im Jemen eröffnet eine kleine Serie von Reise-Erinnerungen an Länder, die schon seit langer Zeit nicht mehr bereist werden können oder sollten, weil Krieg, Terror und Chaos dort herrschen. Jeder weiß, wie der derzeitige aktuelle Zustand des Jemen ist. Schon damals, als ich das Land besuchte, war es üblich, dass Touristen nur mit Polizei-Eskorte unterwegs sein durften. Heutzutage wäre man froh und könnte ein so außergewöhnliches Reiseland noch auf diese Weise besuchen.

Der zu Vorderasien gehörende Staat hat viel zu bieten, wenn auch zu befürchten steht, dass durch den Bürgerkrieg vieles zerstört wurde und künftig noch weiter zerstört werden wird. So entstanden in Sanaa, der Hauptstadt Jemens, schwere Schäden. Sanaa ist berühmt für seine weltweit einzigartige Architektur, die uralten in Lehmbauweise errichteten Hochhäuser. Doch nach wie vor punktet das Land mit spektakulären Landschaften wie dem Harazgebirge oder trutzigen Bergdörfern wie Al Hajjarah und Menakha.

Reisen Sie mit mir – in memoriam – in das Land, in dem sich einst das Reich der legendären Königin von Saba befunden haben soll. Spannende Eindrücke sind dem Besucher hier sicher und die Frage bleibt – gab es die legendäre Königin?

Unterwegs ins Landesinnere

Blühender Elefantenfußbaum
Blühender Elefantenfußbaum

Von der Hafenstadt Hodeidah ging es ins Landesinnere Jemens, hinauf auf über 2.200m und schnell wurde die Gegend ländlich-einsam. Ziegenherden weideten am Straßenrand, ein Hirte stand gedankenverloren auf seinen Stab gestützt da, den Blick in die Ferne gerichtet. Ich fühlte mich beinahe in biblische Zeiten zurückversetzt, wären da nicht Autos und ab und zu Strommasten und -leitungen gewesen.
Bei einer Kontrollstelle winkte uns der Wachposten lässig-huldvoll durch. Er hielt gerade Siesta auf seiner Liege.  Wenig später wachte bei einem kurzen Stopp in der beeindruckenden Landschaft des Jemen ein Polizist, das Gewehr im Arm, oben auf einem Hügel über uns. Währenddessen fotografierten wir ein etwa 2,5 m hohes, üppig rosa blühendes Prachtexemplar von Elefantenfuß. Dieses Gewächs kennen wir zuhause eigentlich nur in einem Blumentopf.

Das Harazgebirge naht

Bergdorf Al Hajjarah im Jemen
Bergdorf Al Hajjarah im Jemen

Je weiter wir uns der Gebirgsregion und den beiden Bergdörfern näherten, desto urwüchsiger wurde die Umgebung. Dann endlich: In der Ferne sahen wir die steile fast senkrechte Bergwand an deren oberem Ende Al Hajjara lag, unser erstes Ziel.

Alle waren gespannt, was uns erwarten würde.

Wachposten der Eskorte unterwegs
Wachposten der Eskorte unterwegs
Kinder die uns bestaunen
Kinder die uns bestaunen
Alte Lehmhochhäuser im Bergdorf
Alte Lehmhochhäuser im Bergdorf

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