Batumi ist eine Hafenstadt in Georgien. Doch wo liegt das eigentlich? Weder die Stadt Batumi noch das Land Georgien sind klassische Urlaubsziele und doch lohnt es, Batumi und Georgien einmal zu besuchen. Einen größeren Bekanntheitsgrad erlangte Batumi, die Hafenstadt am Schwarzen Meer erst, als Georgien 2018 als Gastland auf der Frankfurter Buchmesser vertreten war.

Georgien ist ein kleines Land, im Vergleich etwa knapp so groß wie Irland. Andersherum ausgedrückt ist Deutschland fünf mal größer als Georgien. Geographisch betrachtet finden wir Georgien in Vorderasien auf einer Landbrücke zwischen Europa und Asien. Deshalb bezeichnen die Georgier ihre Heimat gerne auch als ‚Balkon Europas‘. Während die Hauptstadt Tbilissi (Tiflis) weit im Landesinnern liegt, ist Batumi an der Küste des Schwarzen Meeres im Südosten Georgiens zu finden. Batumi ist die Haupstadt der Region Adscharien. Russland, Aserbeidschan, Armenien und die Türkei sind die Nachbarländer von Georgien.

Batumi und seine Geschichte

Batumi wurde bereits in der Antike als griechische Kolonie gegründet. Schon Aristoteles erwähnt den Ort 400 v.Chr. und in den Aufzeichnungen von Plinius dem Älteren wird 100 n.Chr. der Ort unter dem Namen ‚Batusi‘ erwähnt. Der heutige Name Batumi soll sich aus dem Griechischen herleiten von ‚limen bathys‘ – tiefes Gewässer. Es scheint schon früh eine bedeutende Siedlung gewesen zu sein. Bereits Phönizier, Griechen und Römer erkannten die Vorteile des Hafens.

Kaufleute kamen aus den italienischen Handelszentren Genua oder Venedig hierher und später in Zeiten des Osmanischen Reiches die Türken. Als Georgien dann im 19. Jh. unter russische Herrschaft kam, wurde die Küstenstadt Batumi zu einem wichtigen Hafen an der Schwarzmeerküste ausgebaut. Als dann noch eine Erdöl-Pipeline hierher verlegt wurde, avancierte Batumi zum wichtigsten Hafen Georgiens.

Batumi im 21. Jh.

Batumi trägt viele Beinamen wie ‚Stadt der Gegensätze‘, ‚Las Vegas des Ostens‘ oder ‚Mekka für Glücksspieler‘. Zutreffend sind sie alle. Vor wenigen Jahren gab es kaum Hotels, heute sollen es um die 30.000 Hotelbetten sein. Der Hotelbau boomte und der Motor, der das Ganze zum Laufen brachte, hieß „Glücksspiel“.

Seit einigere Zeit zieht Batumi in Georgien immer mehr Investoren an. Sie bekommen hier die gleichen Rechte wie die Einheimischen. Ausländisches Kapital ist in Batumi immer willkommen.

Batumi und das Glücksspiel

Warum schießen Hotels und Casinos in Batumi in Georgien aus dem Boden wie Pilze nach einem lauen Sommerregen? Der ehemalige Staatspräsident von Georgien, Michael Saakaschwili sah große wirtschaftliche Vorteile darin. Die Stadt wurde verschönert und lockte neben Spielern auch mehr Touristen an. Das Glücksspiel ist bis heute das stärkste wirtschaftliche Zugpferd.

Wenn ein Geschäftsmann ein Hotel mit über 100 Betten bauen will, gibt es die Glücksspiel-Lizenz gratis obendrauf. Wer in Batumi nur ein Casino eröffnen will, zahlt für die Lizenz etwa die Hälfte von dem was in der georgischen Hauptstadt Tiflis fällig wäre. Nur so ist es zu verstehen, dass Batumi mit dem Glücksspiel zu Reichtum gelangte. Im Winter, wenn die Badeurlauber weg sind, kommen noch immer die Glücksspieler.

Ein wichtiger Faktor für Investoren ist auch, dass die Korruption in Georgien im Vergleich mit anderen EU-Ländern sehr gut abschneidet. Auf dem Korruptionsindex der internationalen Organisation Transparency International rangiert das Land – Stand 2019 – auf Platz 41 von 180 erfassten Ländern und damit an gleicher Stelle wie beispielsweise Spanien und noch vor Italien. Auch einige der großen internationalen Hotelketten haben sich in Batumi angesiedelt wie Hilton, Radisson oder Sheraton.

Warum gerade in Batumi?

Batumi profitiert von einem Verbot des Glückspiels in den Nachbarländern. Speziell im Islam ist es verboten. Doch da Batumi nur etwa 20 km von der türkischen Grenze entfernt ist, nutzen viele das für einen Besuch. Auch die Einreisebedingungen sind für die meisten Besucher günstig, für über 100 Länder gilt mittlerweile Visumfreiheit.

Doch wie alles auf der Welt, gibt es auch hier eine Kehrseite der Medaille. Spielsucht oder Prostitution haben ebenfalls zugenommen.

Batumi – Die Sehenswürdigkeiten

Batumi in Georgien ist ein Land zwischen Tradition und Moderne. Das spiegelt sich auch in seiner Architektur wider. Historische Bauwerke, Gebäude in historisierendem Stil-Mix oder im Jugendstil, im typischen Sowjet-Stil und hypermoderne Wolkenkratzer ergeben eine spannende Mischung, die eine Brücke schlägt von der Vergangenheit zur Gegenwart.

Primorsky Boulevard – Strandpromenade

Den Primorsky Boulevard, auch Strandpromenade oder Batumi-Boulevard genannt hat man aufgewertet, verlängert und aufgehübscht. Die palmenbestandene Promenade ist sieben Kilometer lang, auch ein (Kies-)Stadtstrand gehört dazu. Es gibt Springbrunnen dort und ‚Tanzende Fontänen‘, Wasserspiele, die nachts farbenfroh angestrahlt und zu Musik bewegt werden. Cafés und Restaurants laden zum Einkehren ein.

Kolonnaden von Batumi

Die wunderschönen weißen Kolonnaden in griechischem Stil erscheinen ein wenig deplatziert an diesem Ort. Sie stammen aus dem Jahr 1934 und waren einst der Eingang zur Promenade. Angeblich soll der georgische Arzt Ivan Mchedlidze nach einem Aufenthalt in Sorrent in Italien von der klassischen Architektur so begeistert gewesen sein, dass er anregte, auch in Batumi etwas Derartiges zu errichten. Seine Idee fand Gehör und der aus Batumi stammende Architekt Bogdan Kirakosyan realisierte diese Kolonnaden.

Das Sommertheater

Das komplett aus Holz erbaute Sommertheater stammt aus dem Jahr 1947, in 2013 hat man es umfassend restauriert. Im Sommer wird es für verschiedene Veranstaltungen genutzt.

Skulptur „Ali und Nino“

Über Geschmack lässt sich bekanntlich gut streiten. Das trifft insbesondere für die Kunst zu. Was dem einen gefällt, ist für den anderen Müll. Doch das Werk der georgischen Bildhauerin Tamar Kvesitadze ist schon etwas Besonderes. Als Vorbilder für das Kunstwerk ‚Ali und Nino‘ dienten zwei Hauptfiguren aus der Geschichte des aserbeidschanischen Schriftstellers Kurban Said.

Sie handelt von der eigentlich unmöglichen Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Menschen, der christlichen Georgierin Nino und dem muslimischen Aserbeidschaner Ali. Ihre Liebe darf nicht sein, denn sie entstammen zwei unterschiedlichen Kulturkreisen. Doch Ali und Nino überwinden in der Geschichte, die vor über 100 Jahren Anfang des 20. Jh. angesiedelt ist, alle Hindernisse und Widerstände und heiraten. Erst der Krieg trennt die Liebenden endgültig, als Ali stirbt.

Die moderne, aus Stahl gestaltete und bewegliche Doppel-Skulptur ‚Ali & Nino‘ symbolisiert die Geschichte ihrer Liebe. Aber es braucht ein wenig Zeit, um das zu erkennen. Wer einige Minuten stehen bleibt, erkennt, dass sich beide Figuren in Zeitlupe aufeinanderzu- und wieder voneinander weg bewegen. Die dafür verantwortliche Mechanik versteckt sich im Sockel des Kunstwerks. ‚Ali und Nino‘ ist vermutlich eines der ganz wenigen Kunstwerke, die es schaffen, dass die Menschen oft 15 Minuten oder gar länger davor verharren und fasziniert die Bewegungen der beiden Figuren beobachten.

Turm des georgischen Alphabets (Alphabet-Turm)

Unweit des Kunstwerks von ‚Ali und Nino‘ steht der Turm des georgischen Alphabets. Das Bauwerk ist 130m hoch und ein Symbol für das einzigartige georgische Alphabet.

Es verwendet keine lateinischen Buchstaben, sondern georgische. Außerdem besitzt dieses Alphabet einige Buchstaben mehr als unseres, nämlich sage und schreibe 33.

Der Alphabet-Turm ist geformt wie ein Modell der DNA-Helix. Um diesen Doppelstrang winden sich kunstvoll alle 33 Buchstaben des georgischen Alphabets. Nachts wird das Bauwerk wunderschön illuminiert.

Chacha-Turm (Tschatscha Turm)

Der 25m hohe Turm mit seinen fünf vKuppeln ist von vier Springbrunnen umgeben und dem Uhrturm im türkischen Izmir nachempfunden. Chacha ist so etwas wie Grappa auf georgisch. Der Tresterbrand besitzt einen recht hohen Alkoholgehalt. Angeblich soll einmal pro Woche für einige Minuten statt Wasser georgischer Chacha sprudeln – kostenlos!

Batumi und seine Altstadt

Da die Altstadt von Batumi während beider Weltkriege einigermaßen verschont geblieben ist, blieb die alte Architektur aus der Zeit der Jahrhundertwende 19./20. Jh. erhalten. Sie bietet heute eine zauberhafte, manchmal fast exotisch anmutende Mischung, ein Konglomerat aus Orient und Okzident. Kommen Sie mit auf einen Bummel durch die Altstadt von Batumi.

Der Europa-Platz (Freiheitsplatz)

Im Herzen der Altstadt von Batumi liegt der Europa-Platz. Er ist umgeben von Häusern in verschiedenen Stilrichtungen oder mit spitzen Giebeln, die ein bisschen an ein Disneyland-Schloss erinnern. Ins Auge fällt als erstes ein Denkmal, das eine Figur aus griechischen Mythologie zeigt – das Medea-Denkmal.

Medea-Denkmal

Das Medea-Denkmal verweist auf die Geschichte des berühmten Goldene Vlieses aus der griechischen Sage um die Argonauten. Diese Goldene Vlies war das Fell des sagenhaften Widders Chrysomeles, der fliegen und sprechen konnte. Dieses Vlies wurde in dem Land Kolchis aufbewahrt, einer Region im Westen des heutigen Georgiens. Später raubten es die Argonauten unter ihrem Führer Jason, um es dem König Pelias zu überbringen.

Dabei half Jason die Zauberin Medea, eine Tochter des Königs von Kolchis. Sie hatte sich in Jason verliebt. Realer Hintergrund ist die Tatsache, dass die historische Region Kolchis am Kaukasus sehr goldreich war und die Menschen einst Schaffelle benutzten, um damit den Goldstaub aus den Flüssen herauszuwaschen. Die Statue der Medea auf dem Europa-Platz in Batumi hält deshalb das Goldene Vlies in ihren Händen.

Die astronomische Uhr

Die Astronomische Uhr an der wunderschön restaurierten Fassade der ehemaligen National Bank am Europaplatz ist etwas ganz Besonderes. Sie zeigt nicht nur die Zeit an, sondern gibt noch weitere Informationen preis wie die Positionen von Sonne und Mond, die Stellung der Sonne im Jahreskreis der Sternzeichen und die Bewegung der Planeten. Gleichzeitig zeigt sie auch den Meridian-Horizont an sowie Sonnenauf- und -untergang, die Mondphasen und den Lauf des Mondes um die Erde.

Die astronomische Uhr von Batumi wurde von der deutschen Firma Perrot aus Calw gebaut und geliefert. Eigentlich lautete der Auftrag, die Uhr nach dem Vorbild der astronomischen Uhr von Mantua in Italien nachzubauen. Allerdings hätten die Einwohner stets die italienische Zeit angezeigt bekommen anstatt ihrer georgischen. Deshalb musste bei der Konstruktion der astronomischen Uhr für Batumi die entsprechenden geografischen Daten und damit auch die Gestaltung der Uhr berücksichtigt werden.

Auch die Sonnen- und Mondphasen sind entsprechend an die Geografie angepasst worden. Für die Konstruktion dieser astronomischen Uhr musste sogar eine extra Studie von einem deutschen Uhrmacher angefertigt werden, um allen Anforderungen perfekt gerecht zu werden. Und auch wenn sie nach mittelalterlichem Vorbild gestaltet wurde, so funktioniert sie heute im 21. Jh. doch mit modernster Technik und wird durch einen Zentralcomputer digital gesteuert. Selbst die Umstellung von der Winter- auf die Sommerzeit ist damit problemlos umzusetzen.

Die Piazza in Batumi

Die Piazza – das Herz und die gute Stube – liegt ebenfalls mitten in der Altstadt. Der Platz ist fast so groß wie ein ganzes Fußballfeld. Die Einwohner sagen gerne, dass die Piazza nicht nur der attraktivste und schönste Platz der Stadt ist, sondern des ganzen Landes. Er verströmt tatsächlich ein ganz eigenes Flair, im Sommer herrscht dort quirliges Leben und es finden oft kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte statt.

In den umgebenden Cafés, Bars und Restaurants treffen sich Touristen und Einheimische gleichermaßen. Bei der Gestaltung und Renovierung des beliebten Platzes und der umliegenden Häuser war der georgische Architekt Vazha Orbeladze federführend. Die Bauweise erinnern entfernt an venezianischen Stil, daher wohl auch die italienische Bezeichnung für den Platz – Piazza.

Der Uhrturm auf der Piazza

An der Piazza steht der Stolz des ganzen Platzes – der wunderschöne Uhrturm. Alle drei Stunden ist hier die georgische Nationalhymne zu hören.

Das Mosaik auf der Piazza

Der Hingucker schlechthin auf der Piazza, das sind nicht die Geschäfte oder die Häuser, sondern das riesengroße Bodenmosaik – ebenfalls in italienischem Stil konzipiert. Der Entwurf stammt von der georgisch-schweizerischen Designerin Natali De Pita-Amirejibi. Das Bodenmosaik hat eine Fläche von 106m² und wurde 2010 realisiert. Die einzelnen Teile des Mosaiks wurden in Abu-Dabi hergestellt und nach Batumi transportiert um dort auf der Piazza zusammengefügt zu werden.

Es besteht aus 88.244.735 Einzelteilen von jeweils 1 cm² Größe, die man wiederum zu 1.764.895 Teilflächen zusammensetzte. Die Mosaiksteinchen bestehen aus Marmor aus 15 verschiedenen Ländern. Nur ein kleiner Teil der Steinchen – die roten Kleider der weiblichen Figuren – wurden aus Keramik hergestellt.

Das Motiv besteht aus acht ineinander gelegten Kreisen, die an Kreise auf einer ruhigen Wasseroberfläche erinnen, wenn ein Stein hineingeworfen wird. Im innersten Kreis findet man weibliche Figuren, Symbole für verschiedene Meeresgottheiten.

Technological University Tower in Batumi

Das verrückteste Hochhaus in der Stadt dürfte ein Bauwerk sein, bei dem in schwindelnder Höhe im Bereich der oberen Etagen ein kleines aber echtes Riesenrad angebracht ist. Es ist der Batumi Technical University Tower und vermutlich das erste und bis jetzt wohl auch das einzige Hochhaus mit einem Riesenrad in der Fassade. Architektonisch war dieser Bau eine große Herausforderung. Er wurde 2012 fertiggestellt.

Das Riesenrad befindet sich 100m über dem Boden und besitzt acht klimatisierte Kabinen für je fünf Personen. Von dort oben hätte man sicherlich einen phantastischen Ausblick auf Batumi und das Schwarze Meer, doch das Riesenrad in luftiger Höhe ist bedauerlicherweise nicht betriebsbereit.

Leider wurde eine Technologische Universität bis heute nicht realisiert und so stand das spektakuläre Bauwerk leer, bis es 2015 verkauft wurde. Auch die Pläne, ein Hotel daraus zu entwickeln, scheiterten. So scheint die Zukunft des exotischen Baus noch in den Sternen zu stehen.

Kirchen in Batumi

Batumi ist eine multinationale Stadt, mit Menschen verschiedenster Nationalitäten und Religionen. So ist es nicht verwunderlich, dass es neben orthodoxen Kirchen auch eine Moschee und eine Synagoge gibt. Die verschiedenen Gotteshäuser haben die sowjetische Zeit überlebt, obwohl sie in dieser Periode zu anderen Verwendungszwecken umfunktioniert wurden. So diente die Synagoge beispielsweise als Turnhalle. Auf zwei Beispiele will ich hier näher eingehen.

Die Kirche des Heiligen Nikolai

Die griechisch-orthodoxe Kirche in der Nähe der Piazza ist die älteste christliche Kirche. Sie zählt architektonisch sicherlich mit zu den schönsten Bauwerken der Stadt. Gebaut wurde sie 1865, Initiator war die griechische Gemeinde von Batumi. Der Bau wurde mit Spenden der Gemeinde realisiert. Doch es war die Zeit, in der Batumi noch unter türkischer und damit muslimischer Herrschaft stand. Der damalige Herrscher genehmigte den Bau des christlichen Gotteshauses nur unter einer einzigen Bedingung – es musste ohne Glockenturm auskommen.

In den 1930ern erlitt die Nikolai-Kirche ein ähnliches Schicksal wie viele andere Gotteshäuser in der Sowjet-Union. Sie wurde zwar nicht zerstört, aber geschlossen und ging in Regierungsbesitz über. Erst 1946 – nach fast 20 Jahren – wurde die Kirche wieder eröffnet und in zwei Phasen innen und außen restauriert. Heute besitzt die Nikolai-Kirche selbstverständlich auch einen Glockenturm.

Die armenisch-apostolische Kirche

Die armenisch-apostolische Kirche entstand 20 Jahre nach der Nikolai-Kirche, 1885 nach den Plänen eines österreichischen Architekten. Man kennt sie auch unter dem Namen ‚Kathedrale von Christus dem Erlöser‘. Während der Ära der Sowjetunion war die Kirche geschlossen, sie diente zunächst als Lagerhaus und dann als Planetarium. Das rettete sie vor der Zerstörung. Erst 1992 wurde sie ihrem ursprünglichen Zweck wieder zugeführt und 1996 erneut geweiht. Eine umfassende Renovierung erfolgte zwischen 1993 und 2000.

Die Kirche ist innen sehr schlicht gehalten. Es lohnt aber, einen Blick auf die Glasmalerei zu werfen, auf der Sterne mit acht Zacken zu sehen sind. Es ist ein Hinweis darauf, dass die armenisch-apostolische Kirche die erste und älteste christliche Staatskirche ist. Sie wurde 301 in Armenien gegründet und ist den urchristlichen Traditionen noch besonders eng verbunden. Deshalb findet man hier auch die uralte Symbole wie den achtzackigen Stern. Nach ihrem Glauben hat die Acht eine besondere Bedeutung für die Zukunft: Gott schuf die Welt in sechs Tagen, der siebte Tag wird bis zum Jüngsten Tag dauern und der achte Tag repräsentiert das Paradies oder die Ewigkeit.

Quelle: Photo wurde veröffentlicht unter der Creative Commons-Lizenz 4.0 – Autor: Yerevantsi

Fazit:

Batumi und das Land Georgien sind – noch – relativ unbekannte Reiseziele auf der touristischen Landkarte. Doch ihre Entdeckung lohnt sich unbedingt. Nicht nur im Hinblick auf die uralte Kultur, sondern auch auf die traumhaften Landschaften und natürlich auch im Hinblick auf die Kulinarik. Immerhin sagt man, dass in Georgien seit über 5.000 Jahren Wein angebaut wird. Essen und Reisen, in Georgien wird das zu einer perfekten genussreichen Kombination. Nichts wie hin!

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